Hafenstadt Safaga

Die staubigen Winde kommen

Der schöne Ort Safaga erfreut sich Jahr für Jahr an vielen Besuchern. Besucher, die nach eigenen Aussagen immer gerne wiederkommen. Unter ihnen befinden sich viele Taucher, Surfer und auch Freunde beeindruckender Sehenswürdigkeiten. Doch was ist es genau, was Safaga so besonders macht? Was macht die ägyptische Hafenstadt aus? Und warum zieht es bevorzugt Taucher immer wieder an die Küste der Stadt, die sich entlang des Wüstenstreifens zwischen Meer und Bergen erstreckt? Hier kommt es vor allem darauf an, was der Urlauber im Einzelfall sucht. Safaga hat eine sehr eigene und auch bewegte Geschichte vorzuweisen. Eine Geschichte, die an jeder Ecke ohne Worte erzählt wird. Ganz egal ob an Land, auf oder unter Wasser.

Safaga – mehr als nur ein Wüstenstreifen zwischen Meer und Bergen

Safagas Hafen gilt als der älteste des gesamten Roten Meers. Forscher schätzten den Hafen erst 2006 auf ein Alter von rund 4000 Jahren. Bei den Nachforschungen wurden in umliegenden Höhlen sogar alte Planken und Taue gefunden, die vor mehreren Hundert Jahren scheinbar zum Befestigen der Boote genutzt wurden. Bereits unter der Herrschaft des Pharaos Sahure galt er als einer der zentralsten und am häufigsten genutzten Knotenpunkte des Handels im gesamten Roten Meer. Im Laufe der vergangenen Jahre, zum einen aufgrund der Modernisierung und zum anderen aufgrund des zunehmenden Flugverkehrs in Ägyptens Handelsbereich, verlor der Hafen nach und nach seine vorher unumstrittene Position. Des Weiteren kamen die durch die Kriege verursachten Wandlungen hinzu. Im Jahre 1911 wurde Ägypten durch die Briten erobert und während des Zweiten Weltkrieges wurde Safagas Hafen als Alliierten-Hafen genutzt. Genau hier fängt allerdings die Geschichte einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten des Ortes an. Und diese findet sich unter Wasser.

Während des Krieges sank das ägyptische Fährschiff „Salem Express“ in unmittelbarer Küstennähe – ob es wohl eine gute Bootsversicherung hatte? Das Wrack kann noch heute von außen betaucht werden. Ein Eindringen in das Innere des Wracks ist allerdings nicht möglich und zugelassen, da es aufgrund der Lage des Schiffes auf dem Meeresgrund nicht möglich war, alle Leichen zu bergen. Neben dem beeindruckenden Wrack gibt es für Taucher aber noch weitere Unterwassersehenswürdigkeiten zu bestaunen. Beispielsweise zahlreiche Korallenriffs in Küstennähe und auf dem offenen Meer. Verschiedenste Tauchbasen in und um Safaga herum steuern diese und das Wrack tagtäglich mehrmals an.

Eigenarten, Sehenswürdigkeiten und Klima

Die meisten Sehenswürdigkeiten finden sich in Safaga jedoch in Küstennähe oder auf dem Meer. Eindeutig ist dies einer der Gründe, warum der Küstenstreifen überwiegend von Tauchern und Surfern besucht wird. Für deren Unterkunft und Wohlergehen sorgen in Safaga übrigens zahlreiche sehr luxuriöse Hotelanlagen. Diese bieten nicht nur verschiedene Unterhaltungsmöglichkeiten für den Abend, sondern auch unterschiedlichste Wellness- und Sportangebote. Der Name Safaga leitet sich übrigens vom arabischen „Safaa dscha“ ab, was grob übersetzt in etwa so viel wie „die staubigen Winde kommen“ bedeutet. Ein sehr passender Name, denn: Das Klima in Safaga ist, ganz typisch für Ägypten, sehr trocken und heiß. Die Flora und Fauna ist daher eher spärlich. Dennoch ist die Luft feuchter und gefühlt kühler als im Landeszentrum, da man sich hier direkt am Meer befindet.